Referenzbild

Santorinische Farben

Wer die Kykladen zum allerersten Mal besucht, wird berauscht sein von diesen intensiven Farben, die im Zusammenspiel mit dem beinahe grellen Licht dieser Inselgruppe zu einer Kulisse werden, die einzigartig ist auf unserem Kosmos. Die Insel bietet viele kleine Siedlungen, die immer wieder überraschen, weil es hinter jeder Biegung, Kreuzung, Abzweigung etwas Neues zu entdecken gibt.  Man wandelt durch kleine weiße Gassen, biegt nach links oder rechts ab und erhascht wieder neue Eindrücke, die man nicht erahnt hat. Plötzlich zeigt sich die Kuppel einer kleinen Kapelle, die ihr blaues Haupt in der Sonne erstrahlen lässt oder ein unerwarteter Blick auf das nahe Meer offenbart sich. Jeden Weg sollte man in beide Richtungen erwandern, denn immer wieder bricht das Licht anders herein und lässt die Szenerie anders erscheinen. Jeder Moment erwacht anders, denn der Himmel, die Wolken, die Sonne, die Regisseure dieses Theaters, haben jede Szene anders einstudiert. Und so kommt es, dass man erstaunt umherwandert, immer offen für neue Eindrücke, die teilweise so überwältigend sind, dass man seinen Augen eine Ruhepause gönnen möchte.

Mehr erfahren →

Stadt im See: Kastoria

Wer das "andere" Griechenland, weitab von Strand und Meer, entdecken möchte, sollte nicht versäumen, Kastoria zu besuchen. Die Kleinstadt im Nordwesten Griechenlands gehört zum gleichnamigen Regierungsbezirk in Westmakedonien und liegt knapp 200 km entfernt von Thessaloniki. Wie eine imaginäre Acht schmiegt sich die Stadt (620 m über dem Meeresspiegel) vom westlichen Seeufer der Halbinsel in den Orestiada-See hinein. Es ranken sich einige Mythen um den Namen dieser Stadt zu Füßen der eindrucksvollen Bergmassive des Grammos und des Bitsios, wobei mir der naheliegendste am besten gefällt: Die Stadt des Bibers. Doch dazu später mehr.

Mehr erfahren →

Referenzbild
Referenzbild

Jeder Farbton scheint extra gemischt worden zu sein. Es genügte dem Künstler nicht, die normalen Farben zu wählen, er hauchte jedem Gegenstand ein eigenes Leben ein durch individuelle Farbmischung. Die Seele all dieser Santorinischen Farben ist das Licht. Ein Licht, das durch die strahlenden weißen Farbklekse, die sich besonders an der Caldera über die Bergrücken schlängeln, verstärkt wird.
Wenn diese Farben - für manche fand ich gar keine Namen fand - vom Licht der Kykladen umarmt werden, entsteht etwas beinahe Unwirkliches, das sich weder mit Film noch mit Fotos wirklich ergreifen lässt. Man muss es erlebt haben.

Das Blau schmückte sich jeden Tag anders und setzte sich täglich in Szene, dass man seinem Bann nicht mehr entkam. Das Auge suchte Farben, Licht und die Vollkommenheit, wenn das Meer auf den Horizont traf und sich die Farbgewalt vereinte.Blau und Weiß beherrscht die Insel, nicht nur bei der Architektur, sondern auch am Himmel. Selten freute ich mich so sehr, als wenn Wolken aufzogen, denn sie gaben dem griechischen Himmel die weißen Farbtupfer, die er brauchte, um die Sinne zu betören. Das Blau nur blau zu nennen, wäre viel zu simpel. Wenn der Himmel in der Mittagssonne die Insel umhüllt, ist es himmelblau, strahlend blau. Sollten sich dann unerwartet Wolken dazugesellen, hat man das Gefühl, dass der Himmel und die Wolken mit den Farben der Häuser und Kirchenkuppel um die Wette strahlen. Alles wird eins und trifft sich am Ende des Horizontes, alles verschmilzt zu einer Einheit und das Licht der Sonne scheint seinen Segen zu geben bis zur Vollkommenheit.
Das Weiß der Häuser ist strahlend weiß, welches in der Sonne beinahe zerspringt, so grell wirkt es.

Referenzbild
Referenzbild

Die Nationalfarben Griechenlands werden hier von zwei Komponenten bedient, Himmel und Wolken, Häuser und Kirchkuppeln. Zwischen all dem Blau und Weiß gesellen sich die Farben der Türen, Fenster und Stühle dazu. Es reicht von einem satten Grün, Dunkelgrün, Mintgrün, Apfelgrün, Grasgrün, Olivgrün, Ägyptischgrün, Blattgrün, Moosgrün, Blassgrün, Giftgrün, Pastellgrün, was die Farbe des Lebens symbolisiert. Das Gelb der Kykladen hat ebenfalls eine große Palette zu bieten, die von Hellgelb, Pastellgelb, Zitronengelb, Mattgelb, Orangegelb, Indischgelb, Goldgelb, Strohgelb reicht. Das Blau der Wolken, des Wassers, der Stühle und Tische reicht von hellblau, dunkelblau, graublau, tiefblau, schwarzblau, tintenblau, königsblau, eisblau, lichtblau, azurblau, violettblau. Dazwischen strahlen noch etliche Rottöne, Orangetöne um die Wette, sodass man Santorini eine Insel der Farbe nennen kann. Symbole des Lebens, der Lebensfreude und der Hoffnung. Paris verschenkte seinen Apfel an Aphrodite, der Göttin der Liebe und schwor damit unsagbares Unheil über die Trojaner und Griechen herauf. Ach hätte er diesen Apfel mit der Aufschrift „Der Schönsten“ doch nach Kalliste gebracht und ihn dort verschenkt. Kalliste, der Schönsten, die sich heute Santorini nennt.

Impressum

Datenschutz